Was ist EMDR?
EMDR ist eine effektive Behandlungsmethode von posttraumatischen Belastungsstörungen durch therapeutisch angeleitete Augenbewegung. Ziel ist es, psychische Belastungen, die auf unverarbeitete Erfahrungen zurückzuführen sind und sich auch in körperlichen Beschwerden äußern können, aufzulösen.
Was passiert bei der EMDR?
Im therapeutischen Gespräch werden negative Erfahrungen ermittelt und abgerufen. Gleichzeitig folgt der/die Ratsuchende mit den Augen den gezielten Fingerbewegungen der Therapeutin/des Therapeuten. Die Augenbewegungen ähneln dem Phänomen des Rapid Eye Movements während des Schlafs, bei dem beide Gehirnhälften stimuliert werden. So werden emotional aufgeladene Erfahrungen durch eine rationale Perspektive ergänzt und können differenziert betrachtet werden – ein natürlicher Selbstheilungsprozess wird in Gang gesetzt. In erstaunlich kurzer Zeit kann dies zu einem Abklingen negativer Emotionen, neuen Erkenntnissen und neuen Verhaltensweisen führen.
Literatur: Francine Shapiro, EMDR. Grundlagen und Praxis. Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen. 2. Aufl., Junfermann Verlag, Paderborn 2022.
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